Leitgedanke
"Das Kind ist Baumeister seiner Selbst"
( Maria Montessori)
Jedes Kind besitzt seine eigene Persönlichkeit und ist einmalig. Das Kind ist durch seine Lebensfreude, Energie und Neugierde ein kreativer Lebenskünstler.
"Nicht das Kind sollte sich der Umgebung anpassen, sondern wir
sollten die Umgebung dem Kind anpassen."
(Maria Montessori)
"Wenn man dem Kind folgt, kann man etwas Neues herausfinden."
(Jean Piaget)
Das Pädagogisches Konzept
Das Bild vom Kind (§ 1 Abs. 1 SGB VIII / § 13 Abs.1 KiBiz)
Das Kind wird als „kompetenter Säugling“ geboren. Es ist von Anfang an Konstrukteur seiner individuellen Entwicklung.
Als Neugeborenes verfügt das Kind über Grundfähigkeiten, um Denkprozesse zu entwickeln. Es gestaltet seine Entwicklung und Bildung, von Geburt an, aktiv mit.
Das Kind strebt mit allen Sinnen danach Erfahrungen zu machen, es möchte Baumeister und Weltentdecker sein. Dafür braucht es neben einer anregenden Umgebung vor allem verlässliche Beziehungen, Anerkennung, Wertschätzung und die Gemeinschaft mit anderen Kindern.
Teiloffenes Konzept
Die Kita Hundert Morgen Wald arbeitet in einem teiloffenen Konzept. Dies bedeutet, dass sich die Kinder innerhalb eines strukturierten und verlässlichen Rahmens frei bewegen können, um ihren eigenen Interessen und Vorlieben nachgehen zu können. So ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte individuelle Bildung und Entwicklung.
"Hilf mir, es selbst zu tun. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen."
(Maria Montessori *1870 – 1952)
Das selbstentdeckende Lernen
ist uns dabei besonders wichtig. Die Kinder haben die Möglichkeit ihr Wissen durch Eigenmotivation, Selbsttätigkeit und Selbststeuerung zu erlangen. Dadurch bestimmen sie selber was sie wann und wie lernen. Denn Lernen ist ein individueller und keinesfalls ein passiver Vorgang. Vielmehr verhilft es dem Kind, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Es lernt sich selber zu organisieren und fördert sein Sozialverhalten.
Daher ist das Spiel der Kinder das wichtigste Lernfeld der Einrichtung. Das Freispiel steht über allen Förderangeboten und Aktivitäten, da es das Kind in seiner Selbstständigkeit anregt.
Partizipation als Kinderecht
"Wenn ich nur darf, wenn ich soll,
aber nie kann, wenn ich will,
dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.
Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch,
wenn ich soll und dann kann ich auch, wenn ich muss.
Denn... wer können soll, muss auch wollen dürfen!!!"
(Verfasser unbekannt)
Das Ziel von Partizipation ist es den Kindern das Gefühl des Dazugehörens und der Mitverantwortung zu vermitteln. Die Kinder werden an Entscheidungen- und deren Prozessen- beteiligt. Partizipationsprozesse sind Selbstbildungsprozesse, in denen die Kinder wichtige Kompetenzen erlernen.
Naturpädagogik
In der Natur- und Umweltbegegnung ist das Kind Entdecker und Eroberer seiner Welt.
Die Natur bietet Erfahrungen für alle Sinne, vielfältige Reize, Impulse und Anregungen zum eigenständigen Erforschen und für motorische Herausforderungen. Um den Kindern möglichst oft diese Zeit zu geben, nutzen unsere pädagogischen Fachkräfte den Wald als zusätzlichen Bildungsraum während der Freispielzeit. Das Ziel der Natur- und Umweltbildung besteht darin, den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und ihren natürlichen Ressourcen zu vermitteln.
Inklussion
„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen,
die dem Leben seinen Wert geben.“
(Wilhelm von Humboldt)
Inklusion bedeutet, dass kein Kind ausgeschlossen oder ausgegrenzt werden darf. Es ist vielmehr ein Menschenrecht, indem Diversität, Gleichheit, Freiheit und Solidarität als Grundprinzip verankert sind. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe und eine individuelle Entwicklung.
Der Grundgedanke beim Aufbau der Kita Hundert Morgen Wald bestand darin, das natürliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von allen Kindern zu fördern. Inklusion ist für uns, das pädagogische Team, die Eltern und die Kinder selbstverständlich. Wir sehen Inklusion als natürliches Miteinander an. Ein Schwerpunkt ist es, den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Dadurch lernen die Kinder einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang miteinander.
Eingewöhnung
"Da werden Hände sein, die dich tragen
und Arme, in denen du sicher bist.
Und Menschen, die dir ohne Frage zeigen,
dass du willkommen bist."
(Khalil Gibran)
Die Eingewöhnung ist für das Kind die wichtigste Grundlage, um sich in der neuen Umgebung wohlzufühlen und glücklich zu sein. Das Berliner Eingewöhnungsmodell geht auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ein.
Die Eingewöhnung ist ein Prozess, der von dem Kind, den Eltern und dem Fachpersonal gemeinsam gegangen wird. Je nach Vorerfahrungen des Kindes wird die Eingewöhnung an die neue Umgebung schrittweise durchgeführt. Planen Sie für den Anfang ausreichend Zeit ein
(ca. 6-8 Wochen), um Ihr Kind in den Kindergarten zu begleiten. Mit Ihnen möchten wir die Eingewöhnungszeit Ihres Kindes persönlich und harmonisch gestalten.
Auf dem Weg in die Schule: Unsere Vorschulkinder wachsen über sich hinaus
"Jedes Kind ist ein Stern auf seinem eigenen Weg."
Für unsere Kinder, die im kommenden Jahr in die Schule gehen, gibt es bei uns einen besonderen Tag, der ganz im Zeichen der Vorschularbeit steht.
Nach den Herbstferien starten wir mit unserem Vorschulprogramm, das regelmäßig an einem festen Tag in der Woche stattfindet.
An diesem Tag treffen sich die angehenden Schulkinder in einer festen Gruppe, die Uhrzeit variiert je nach Wochenplanung, und verbringen eine gemeinsame Zeit voller Entdeckungen, Gespräche, Bewegung, Kreativität und Freude am Lernen.
Uns ist wichtig, die Kinder in ihrer Ganzheit zu sehen und sie in allen Bildungsbereichen zu fördern. In unserer Vorschularbeit verbinden sich Sprache, Musik, Mathematik, Naturwissenschaften, Bewegung und Religion auf natürliche Weise miteinander. Wir greifen Themen auf, die aus dem Leben der Kinder kommen, und lassen daraus Projekte entstehen, die sie neugierig machen und ihren Forschergeist wecken.
Im letzten Kindergartenjahr möchten wir den Kindern Lust auf Lernen machen und ihnen zeigen, dass Schule etwas ist, worauf man sich freuen darf. Dazu gehören auch Ausflüge und Erlebnisse außerhalb der Kita – zum Beispiel Besuche bei der Feuerwehr, in der Stadtbücherei, in der Schule oder an anderen spannenden Orten.
Am Ende des Kindergartenjahres feiern wir gemeinsam einen Abschiedsausflug und eine kleine Feier, bei der jedes Kind seine persönliche Bildungsdokumentation und seinen Entwicklungsordner erhält. Diese Momente sind für uns immer ganz besonders, weil sie zeigen, wie sehr die Kinder gewachsen sind – und wie bereit sie sind für das, was kommt.
Was bedeutet Vorschule heute
Die klassische Vorschule, wie man sie früher kannte, gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Für uns bedeutet Vorschularbeit, den Übergang von der Kita in die Schule liebevoll zu gestalten und die Kinder dabei individuell zu begleiten. Es geht darum, an ihre bisherigen Erfahrungen anzuknüpfen, Sicherheit zu geben und gleichzeitig Neues zu entdecken.
Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und genau das respektieren wir. Innerhalb der Vorschularbept arbeiten die Kinder an Projekten, die sie selbst mitgestalten, erforschen Themen, die sie interessieren, und erleben gemeinsames Lernen in einer Atmosphäre voller Vertrauen und Neugier.
Im Vormittagsbereich haben die Kinder außerdem die Möglichkeit, freiwillig im Atelier oder in der Gruppe an Vorschulblättern zu arbeiten, ohne Druck, sondern mit Freude und in ihrem eigenen Rhythmus.
Schlüsselkompetenzen – was uns wichtig ist
In unserer Vorschularbeit geht es nicht um reines Üben oder um Arbeitsblätter, sondern um das, was Kinder wirklich stark macht fürs Leben. Dazu gehören Selbstständigkeit, emotionale Stabilität, Gruppenfähigkeit, Ausdauer, Sprachkompetenz und ein positives Arbeitsverhalten.
Unsere Projekte schaffen Situationen, in denen die Kinder Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und sich selbst erleben können. Sie lernen, einander zuzuhören, Kompromisse zu finden, Probleme zu lösen und stolz auf sich zu sein. Lernen im Projekt bedeutet bei uns: Lernen mit Kopf, Herz und Hand.
Und das Wichtigste: Der Weg ist wichtiger als das Ziel. Das Ergebnis eines Projekts ist zweitrangig – entscheidend ist der Prozess, das Erleben, das Entdecken und das Wachsen unterwegs. Genau dort passiert das eigentliche Lernen – in den kleinen Momenten, in denen Kinder sich etwas zutrauen, Neues ausprobieren, scheitern, lachen und wieder aufstehen.
Hier im Hundert Morgen Wald möchten wir den Kindern einen sanften, fröhlichen und mutmachenden Übergang in die Schule ermöglichen – mit Neugier, Vertrauen, Selbstbewusstsein und ganz viel Freude auf das, was vor ihnen liegt.
Unsere Therapeutischen Angebote
Benötigt ihr Kind besondere Unterstützung bieten wir im Haus verschiedene Therapiemöglichkeiten an:
Wir beraten und begleiten die Familien und kooperieren mit Ärzten, anderen Therapeuten oder der Schule.
Logopädie
Was ist Logopädie?
Logopädie bedeutet Sprecherziehung oder Sprachtherapie.
Sie will Kinder dabei unterstützen, ihre Sprachqualität zu verbessern. Es geht dabei um Probleme mit der Sprache,
dem Sprechen, der Stimme und der Kommunikation.
Eine logopädische Therapie wird meist von einem Arzt verordnet. In der Regel finden Einzelsitzungen mit dem Logopäden*in statt.
Die Logopäden*innen arbeiten mit Übungen, die das Sprechen verbessern:
- der Sprechfluss
- die Stimmgebung
- Mundmotorik
- Wortschatz
- Dialogtraining
Ergotherapie
Was ist Ergotherapie?
Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.
Ein Ergotherapeutisches Angebot wird meist von einem Arzt verordnet. In der Regel finden Einzelsitzungen mit dem Ergotherapeuten*in statt.
Die Ergotherapeute*innen erarbeiten unter Einbeziehung der Bezugspersonen einen Behandlungsplan für folgende Auffälligkeiten:
- -Wahrnehmungsstörung
- Entwicklungsverzögerung und/oder Verhaltensstörungen
- geisitige/ körperliche Behinderungen
- Fein und grobmotorische Störungen und vieles mehr
Heilpädagogische Frühförderung..
.... durchdie Praxis Zett aus Dormagen.
In unserer Einrichtung bieten wir durch die Praxis Zett aus Dormagen heilpädagogische, individuell zugeschnittene Frühförderstunden an.
Unser Ziel ist es, Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und ihre Stärken gezielt zu fördern. Dabei schaffen wir eine vertrauensvolle und spielerische Lernumgebung, in der jedes Kind die Aufmerksamkeit erhält, die es braucht.
Was bedeutet individuelle heilpädagogische Frühdiagnostik?
Die individuelle heilpädagogische Frühdiagnostik ist ein Verfahren, bei dem die Entwicklung des Kindes genau beobachtet und eingeschätzt wird. Dabei betrachtet der Therapeut verschiedene Bereiche wie Sprache, Motorik, Wahrnehmung, soziales Verhalten und emotionales Erleben.
So kann frühzeitig erkannt werden, wo ein Kind besondere Unterstützung benötigt – und darauf aufbauend ein maßgeschneidertes Förderangebot entwickelt werden kann.
Durch diese enge Verbindung von Diagnostik und Förderung begleiten wir zusammen mit der Praxis Zett Kinder und ihre Familien auf ihrem individuellen Entwicklungsweg – mit Fachkompetenz, Geduld und Herz.